Warum dieser Blog?

In erster Linie, weil ich Lust darauf habe. Die Blogosphäre hat ihre besten Zeiten längst hinter sich, vieles hat sich auf Social Media verlagert. Dennoch habe ich es vermisst, meinen eigenen virtuellen Raum zu haben, den ich nach meinen Vorstellungen gestalten kann, ohne die Einschränkungen, die ein Profil auf Facebook, Instagram und Co. mit sich bringt.
Vielleicht ergibt es keinen Sinn, heutzutage noch einen Blog zu starten, und womöglich bleibt das hier eine Echokammer, in der ich Selbstgespräche führe. Zugleich denke ich aber: Wenn es mir so geht, gibt es da draußen bestimmt noch andere Menschen, die das altmodische Bloggen genauso schätzen wie ich. Manche machen das seit Jahren und waren im Gegensatz zu mir niemals weg.
Ich hatte früher bereits Blogs und habe sie irgendwann aufgegeben, teils weil das Leben dazwischenfunkte, teils weil das Konzept für mich nicht mehr funktionierte. Nun ist bereits seit einigen Wochen der Gedanke da, dass ich wieder bloggen will. Es ist also nicht nur ein kurzer Impuls, sondern eine Idee, die sich festgesetzt hat. Das führte mich zu der Frage, worüber ich überhaupt schreiben will: Über mein Fernstudium, sportliche Aktivitäten, Filme und Serien, Bücher und Comics, das Theater, Musicals, Ausflüge, Freizeitparks oder persönliche Gedanken?
Es heißt ja immer, man solle seine Nische finden, nur will ich das überhaupt? Warum nicht ein ganzes Multiversum aus verschiedenen Nischen gründen, anstatt mich auf ein Thema zu beschränken? Ja, das führt vielleicht dazu, dass einige, die mich hier besuchen, nur mit einem Teil der Inhalte etwas anfangen können. Aber ich möchte mich nicht einschränken, indem ich sage, dass ich Buchbloggerin, Filmbloggerin, Kulturbloggerin, etc. werde.
Ist nicht jeder Mensch im Grunde ein kleines Multiversum für sich, bestehend aus zahlreichen Möglichkeiten, Ideen, Interessen und verschlungenen Wegen, die manchmal in eine Sackgasse, manchmal aber auch an unerwartete neue Orte führen?
Hier möchte ich mich jedenfalls treiben lassen und ohne festes Ziel schauen, wohin mich das Ganze führt.
In diesem Sinne: Herzlich willkommen in meinem Nischen-Multiversum!