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Filmfriend – Der Streamingdienst der Bibliotheken

Aug. 28, 2026

Wenn es um Streamingdienste geht, denken die meisten an Anbieter wie Netflix, Amazon Prime oder Disney +. Filmfriend ist hingegen weniger bekannt. Das Angebot kann die großen Plattformen sicher nicht ersetzen und spricht inhaltlich ein etwas anderes Publikum an, ist aber eine gute Ergänzung. Und das Beste daran ist: Wer über einen Mitgliedsausweis einer teilnehmenden Bibliothek verfügt, kann Filmfriend ohne Extrakosten nutzen.

Kein Mainstream, aber ein interessantes Portfolio

Große Blockbuster sucht man bei Filmfriend zwar vergebens, dafür gibt es aber eine schöne Auswahl an Indie-Filmen und Dokumentationen. Auch eine Serien-Sparte ist vorhanden. Diese ist zwar recht überschaubar, lohnt aber dennoch einen Blick. 

Derzeit schaue ich dort “Das Haus am Eaton Place”, den überaus sehenswerten Vorläufer von “Downton Abbey”. Danach werde ich mich vermutlich dem französischen Original von “Call My Agent!” widmen. Auch die Serie “Die Chroniken von Narnia” von 1988 steht bereits auf meiner Watchlist. Ich habe sie als Kind sehr gerne gesehen und freue mich darauf, ein wenig in nostalgische Gefühle abzutauchen.

Obgleich die  Auswahl nicht allzu groß ist, deckt sie ein breites Spektrum von Kinder- über Drama- bis hin zu Krimiserien ab. Für jene, die Filme und Dokumentationen bevorzugen, sieht es deutlich besser aus. Hier kann sich der Katalog von Filmfriend durchaus sehen lassen.

Die besondere Stärke von Filmfriend liegt in den Kollektionen

Diese sind sorgfältig kuratiert und sehr vielfältig. So gibt es beispielsweise Kollektionen zum deutschen, britischen, amerikanischen, österreichischen, asiatischen oder bulgarischen Film, zu bestimmten Schauspielerinnen und Schauspielern oder zu Themenkomplexen wie  “Literatur und Film”, “Queertastische Filme”, “Große Regie-Kunst” oder “Kinder aus aller Welt.”

Die Zusammenstellung erfolgt aber nicht zwingend anhand von bestimmten Personen, Herkunftsländern oder thematischen Schwerpunkten, auch die ästhetische Bildsprache spielt eine Rolle. Manche Kollektionen orientieren sich zum Beispiel an der dominierenden Farbwelt und umfassen grüne, weiße, blaue, rote oder bunte Filme.

Wer sich gerne abseits des Mainstreams und der großen Blockbuster bewegt, dürfte bei Filmfriend also fündig werden. Es gibt immer wieder neue Kollektionen, die zum Stöbern einladen und vielleicht die eine oder andere Perle offenbaren, auf die man sonst vermutlich nie aufmerksam geworden wäre.

Die Anmeldung erfolgt über den Bibliotheksausweis

Auf der Website von Filmfriend* registriert man sich also nicht wie bei einem klassischen Streamingdienst. Stattdessen wählt man zunächst die jeweilige Bibliothek und meldet sich anschließend mit der Nummer des Mitgliedsausweises sowie dem Geburtsdatum als Passwort an. Die Liste der teilnehmenden Bibliotheken ist sehr umfangreich, die Chancen stehen also sehr gut, dass auch die eigene mit dabei ist. 

Übrigens lässt sich Filmfriend nicht nur über die Website nutzen, es gibt auch Apps für Smart TVs und mobile Endgeräte. Das Angebot kann sich also sehen lassen und ist für jene, die ohnehin über einen Bibliotheksausweis verfügen, ein toller Bonus.

Kanntest Du Filmfriend schon? Klingt es interessant für Dich?

*Die Verlinkung erfolgt rein zu Informationszwecken, es besteht keinerlei Kooperation zwischen mir und  Filmfriend.

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