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Durchs Wurmloch in die Dinozeit: „The End of Oak Street“

Aug. 22, 2026

Das Wichtigste zuerst: In dem Film kommt keine einzige Heuschrecke vor. Diesen Seitenhieb auf “Jurassic World: Dominion” konnte ich mir nicht verkneifen. Doch nun zurück zu einem deutlich besseren Dinosaurier-Film: “The End of Oak Street” von Regisseur und Drehbuchautor David Robert Mitchell.

Im Mittelpunkt steht die Familie Platt, bestehend aus den Eltern Denise (Anne Hathaway) und Greg (Ewan McGregor) sowie den Kindern Brian (Christian Convery) und Audrey (Maisy Stella). Sie leben in einer fiktiven Kleinstadt im Jahr 1982, die zwar beschaulich ist, aber trotzdem keine heile Welt darstellt. Zwischen dem Ehepaar Platt kriselt es, zwischen der Familie und dem Nachbarn ebenso, aber bald warten weitaus größere Probleme auf sie – im wortwörtlichen Sinn. Zunächst nimmt sich “The End of Oak Street” jedoch viel Zeit, uns die Protagonisten in ihrem gewohnten Umfeld zu zeigen, das zunächst nur durch kleinere Anomalien durchbrochen wird. So wächst in einem Garten eine Pflanze, die dort gar nicht wachsen dürfte, da sie seit Jahrmillionen ausgestorben ist.

Was harmlos beginnt, wird zu einer echten Bedrohung

Bald finden sich die Platts mitsamt der Nachbarschaft in der Zeit der Dinosaurier wieder. Zunächst sieht man diese nicht in ihrer vollen, furchterregenden Gestalt, sondern nur als Schemen oder Andeutungen, was teils wohl dem begrenzten Budget geschuldet ist, aber gut dazu beiträgt, die Spannung langsam zu steigern. Wenn die Dinos dann zu sehen sind, wird es teilweise durchaus brutal. Insbesondere eine Szene hat mich wirklich erschreckt wer den Film bereits gesehen hat, wird vermutlich wissen, welche ich meine. Es fließt zwar angesichts der FSK 12 wenig Blut, dennoch schreckt “The End of Oak Street” nicht vor harten Darstellungen zurück.

Der Film mutet den Protagonisten also Einiges zu. Und er erlaubt ihnen, menschlich darauf zu reagieren, was für mich ein besondere Stärke des Films ausmacht. So gibt es eine Szene, in der Denise ihren Sohn anschnauzt. Das ist in diesem Moment nicht fair, es ist verletzend, aber gerade dadurch authentisch. Sie befindet sich in einer Extremsituation, mit der sie selbst überfordert ist. Kein echter Mensch reagiert in solch einer Lage immer perfekt. Ihre Reaktion ist nicht richtig, aber sie ist menschlich.

Familiendrama und Dino-Action gehen Hand in Hand

Die familiären Konflikte lösen sich nicht einfach auf, nur weil es jetzt eine größere Bedrohung gibt. Sie spielen auch angesichts des Überlebenskampfes weiter eine Rolle. Das hat mir grundsätzlich gut gefallen, wirkte auf mich jedoch manchmal nicht ganz ausgewogen. Das hat mich aber nicht weiter gestört und tat dem Sehvergnügen kaum einen Abbruch. Dennoch gab es ein paar Momente, die sich für mich nicht ganz rund anfühlten. 

Auch mit dem Ende hatte ich zunächst meine Probleme. Ich werde nicht näher darauf eingehen, um nicht zu spoilern, daher an dieser Stelle nur so viel: Als ich die letzten Minuten im Kino sah, haben sie meine Begeisterung eher gedämpft. Auf den ersten Blick schien es mir die Art von Ende zu sein, mit der ich wenig anzufangen weiß. Allerdings habe ich im Nachgang noch über einige Dinge nachgedacht, und damit hat sich auch meine Sichtweise der Schlusssequenzen etwas verschoben. Es ist immer noch kein Ende, das mich völlig abholt, aber auch keines mehr, das mich enttäuscht.

Endlich wieder gute Dino-Unterhaltung

Meine Erwartungen an den Film waren eher gering zu oft hatten mich Dinofilme in den letzten Jahren enttäuscht. Die Messlatte lag also ziemlich weit unten, "The End of Oak Street" hat sie aber locker übersprungen. Der Film ist sicher nicht perfekt, er hat durchaus seine Schwächen. Aber er hat mich gut unterhalten und streckenweise sogar begeistert. Das ist weitaus mehr, als ich über die meisten anderen Vertreter des Genres sagen kann, den bislang unerreichten "Jurassic Park" natürlich ausgenommen.

Der Film hat mich sogar so gut unterhalten, dass ich mir vorstellen könnte, dafür noch ein zweites Mal ins Kino zu gehen, und das hätte ich im Vorfeld nicht erwartet. 

Habt ihr "The End of Oak Street" schon gesehen? Wenn ja, wie hat er euch gefallen? Verratet es mir gerne in den Kommentaren.

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